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VW Corrado Presseberichte aus 1986

Aus der mot vom April 1986


VW Pläne für 1986/87

Namenswechsel für neue Modelle sind oft Glückssache. Für das neue VW-Coupe erfolgt die Umbenennung nicht etwa deswegen, weil die Wolfsburger-Chefs den Namen Scirocco für abgetakelt halten. Das neue Schaustück läuft ab Herbst 1987 - Vorstellung wahrscheinlich zur nächsten Frankfurter IAA im September - noch längere Zeit zum heutigen Coupe. Der "STERN" veröffentlichte am 26. März 1986 bereits den Namen Taifun für den VW-Neuling.

Doch das wird wohl kaum stimmen. Mit dieser Bezeichnung sind im Allgemeinen schreckliche Dinge verknüpft: sintflutartiger Regen, Überschwemmung und Zerstörung - was die Verwendung für ein appetitliches Auto eigentlich ausschließt. Das neue Coupe bekommt also sicher einen neuen Namen, der aber vorläufig noch Werksgeheimnis bleibt. Intern ist der VW-Knüller mit dem Modewort High-Tech verknüpft: gebündelte Verwendung aller neuen Techniken, die Wolfsburger Ingenieure schufen: 16V-Motor, Synchro-Vierradantrieb, ausgefeilte Aerodynamik, ABS-Bremsanlage. Außerdem befindet sich - wie in mot schon gemeldet - ein komplett neuer Zweiliter V6-Motor in der Entwicklung, der selbstverständlich quer eingebaut wird. Dieser V6-Einspritzer erlebt seine VW-Premiere in diesem Coupe und kommt später (1988)in die Neuauflage des Passat. Entsprechend hoch liegen die Preisvorstellungen des 2/2 sitzigen Coupés. Schon der 1,8 Liter-16V-Motor bedingt einen Grundpreis von mindestens 40.000 Mark. Die Motorleistungen entsprechen genau dem heutigen Scirocco 16V, der dann wegfällt: ohne Katalysator 102 kW (139 PS), mit 95 kW (129 PS).

Für den Zweiliter-V6 werden mindestens 110 kW (150PS) angestrebt. Eine ausgesprochene Hochleistungsversion könnte - in Konkurrenz zum Porsche 944 - mit maximal 125 kW (170 PS) aufwarten. Für das V6-Coupe einschließlich serienmäßigen ABS-Bremsen sind wohl rund 50.000 Mark zu veranschlagen. Dafür stößt der Neuling auf der Autobahn auch in Geschwindigkeitsbereiche vor, die bisher mit Porsche verknüpft waren. Mit Katalysator erreichte das neue 16V-Coupe auf der Schnellfahrbahn in Ehra-Lessien (20 km nördlich von Wolfsburg) bereits eine Höchstgeschwindigkeit zwischen 213 und 215 km/h. Beim V6-Motor sind gute 230 km/h möglich.

Dabei sieht die vom Wolfsburger VW-Design geschaffene Karosserie alles andere als spektakulär aus. Die Feinarbeit im Windkanal ergibt einen Luftwiderstandsbeiwert zwischen 0,29 und 0,31 (je nach Motor und Bereifung) und zeigt sich in den Details. Das gemeinsame Deckglas für die Doppelscheinwerfer (innen rund für zusätzliches Fernlicht) schließt bündig mit den vorderen Seitenteilen ab. Die stark gerundete , extrem schräge Frontscheibe geht in glatte Dachpfosten über. Die ansteigende Fensterlinie (=Keilform) endet in einem hohen, senkrecht abgeschnittenen Heck, das ohne auffälligen Spoiler auskommt.

Im ganzen erinnert dieser VW-Neuling an den ersten Scirocco, der von 1974 bis 1980 in Osnabrück vom Band lief. Die etwas kantigere Form gefällt immer noch besser als der Scirocco II, der seit März 1981 in Punkto Optik mehr Gegner als Freunde hat. Dieses Modell erreichte nie nie mehr die Produktionszahlen des Scirocco I. Hinter den Kulissen zeichnete sich eine langsame Verlagerung ab. Der Coupe-Neuling startet in der oberstem Preis- und Leistungsklasse. Für die späteren Baujahre sind selbstverständlich auch die übrigen 1,6 und 1,8 Liter-Vierzylindermotoren eingeplant. Im Klartext könnte dies bedeuten, daß der neue VW mit Modelljahr 1988/89 das heutige Coupé ganz ablöst.

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